Das Absinthschaf fragt sich, was ein Blog bedeutet.

By absinthschaf

Ein Blog ist etwas für pubertierende, picklige, männliche Teenager mit sozialen Problemen wie Bindungsängsten, Minderwertigkeitskomplexen und einem unzufriedenstellendes Sexualleben. Mein liebstes Klischee über Blogger.
Nun, ich bin weiblich, laut Gesetz kein Teenager mehr. Und das picklig hat sich dank Clearasil auch erledigt. Was das Sexualleben betrifft… okay, den Punkt streite ich nicht ab. Aber sonst? Ich entspreche nicht meinem eigenem Klischee, was also mache ich hier?  Wozu das Ganze? Und überhaupt, warum gibt es keine blauen Gummibärchen?

Wer in den letzen Wochen / Monaten hier war hat eines bemerkt: Nichts. Nichts neues. Gar nichts. Ich wusste nicht, was ich schreiben soll. Lese ich mir ein Buch durch, nur weil es ein Buch ist? Nein! Schreibe ich nur um des Schreins willens? Nein! Ergo: Nichts. Ich halte meine eigene Meinung nur dann für wichtig, wenn ich mich damit über andere stellen kann. Wenn ich mir damit überlegen vorkomme. Zumindest ist es in der Schule so und wenn ich mit Leuten zusammen bin, die in meinen Augen absolut entbehrlich für die Gesellschaft sind. Doch reden und schreiben sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Soll ich endlich mein Projekt anfangen und jede einzelne Depeche Mode CD genauer vorstellen? Wer kann damit überhaupt etwas anfangen? Wen interessiert das?

Mal ganz ehrlich, 90% Aller Blogs haben keinen Informationsgehalt und sind reine Selbstdarstellung. Ein Nachteil dieser dämlichen Web2-Hysterie. Nur, weil jeder etwas dazu beitragen kann, muss das noch lange nicht sinnvoll sein. StudiVZ, Myblog, YouTube, who cares? Die Welt war vorher auch nicht schlechter. Da sitz ich nun, ich armer Tor und habe keine Ahnung was und wieso und warum. Ein Privatleben habe ich nicht, ich bin ja fast täglich bis 20:00 im Büro. Und am Wochenende lese ich die Buddenbrooks. Also kann ich dazu auch nichts verfassen. Gedanken zu Thema YX? Vielleicht, aber das macht mir keinen Spaß. Ich diskutiere lieber. Die verbale Kommunikation ziehe ich bei politischen und musikalischen Themen dem geschriebenem Wort vor.

Ich glaube, das einzige was derzeit neu ist, ist mein Plan mir mal endlich einen Termin im Tattoo-Studio zu holen. Wenn man seid Jahren über ein Motiv nachdenkt und es immer noch gut findet sollte es auch mal verewigt werden. Zudem bin ich der Meinung, dass U2 seid „All that you can leave behind“ in ihrer Leistung sich nicht weiter entwickelt haben. Und Dave Gahan? Der ist ne geile Sau, ebenso wie Harrison Ford.

Ach, ich geh meine Absinthflasche leeren. Zumindest das ist produktiv.

17 Antworten zu „Das Absinthschaf fragt sich, was ein Blog bedeutet.“

  1. absinthschaf sagt:

    # Alamo Says:
    Oktober 4th, 2007 at 3:45 nachmittags

    Ist das Mitteilen völlig belangloser Dinge nicht einer der Gründe, ein Blog zu führen? Wenn du nicht mehr bloggst musst du wohl oder übel mal wieder in den Norden kommen um mich mal persönlich an deinem Humor teil haben zu lassen…
    Wann und wo? ;)

    ——————————

    Es ist ‘leider’ der Hauptgrund für einen Blog. Blogs sind eigentlich vollkommen sinnlos und nutzlos. Irgendwie… ja doch.

    23. November bin ich in Horst. Das Fahren wird mir langsam zu teuer.

  2. Paul sagt:

    Es gibt auch fachbezogene Blogs, die wirklich Journale sind und die Leser informieren bzw. mit Neuigkeiten versorgen. Die würde ich nicht als nutzlos bezeichnen… Und solange ein Blog für seinen Autor einen Zweck erfüllt, ist er per se ebenfalls nicht nutzlos/sinnlos. Das muss doch jeder für sich festlegen.

  3. absinthschaf sagt:

    Die dann aber nicht das Hauptfeld ausmachen, sondern eher in der Minderheit sind. Ich habe ja auch nicht von denen gesprochen, sondern von den Ergüssen pubertierender Jugendlicher.

    Wahrscheinlich mag ich keine Blogs, weil ich mit Foren groß geworden bin. Mit wochenlangen Diskussionen zu einem Thema, mit genervten Moderatoren, Usertreffen…. das liegt mir einfach näher.

  4. konna sagt:

    Ich finde, die Definition der Stupidedia ist da sehr hervorragend, kommt deiner relativ nahe:

    „Ein Blog ist eine Mini-Homepage für seeeeeehr mitteilungsbedürftige Menschen. In dem Blog ist es dem Benutzer möglich, Bilder von sich selbst (als ob das jemand sehen wollte), Informationen über sich (langweilig) und Dinge die er mag (wie z.B. der Lieblings-Band,die niemand hören will) ins Netz zu stellen. Das Erstaunliche dabei ist, dass nur uninteressante Menschen meinen, sich der Welt präsentieren zu müssen, während man von den wirklich faszinierenden Persönlichkeiten nie etwas erfährt. Vielleicht gibt es sie aber auch gar nicht.“

    Ich würde einfach sagen: Mach dein Ding, blog über das, wozu du Lust hast, dann kommen die Leser und Kommentatoren von ganz allein. Und wenn du keine Lust hast, dann lässte es, so einfach. Ich persönlich würde zwar ersteren Fall bevorzugen, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. ;)

  5. absinthschaf sagt:

    Irgendwie rennt mich Stupedia in letzter Zeit quasi um. Das Teil ist echt anhänglich ;)

    Ach, weißt du. Ich mach weiter. Als Zeitvertreib. Als Fingerübung fürs Schreiben. Um der Welt zu sagen, dass Indie-Rock doof ist. Allgemein gehalten, aber nicht persönlich.
    Passt schoan. Und wenn nicht kann ich immer noch zu myspace gehen ^^

  6. Paul sagt:

    Ach, das ist doch ein Pädophilen-Treff. Und Indie-Bands sind nicht doof :/

  7. absinthschaf sagt:

    Indie-Bands sind langweilig, klingen alle irgendwie ähnlich, haben die Musik nicht neu erfunden, nichts neues hinzu gefügt… und haben eine seltsame, weibliche Anhängerschaft.

  8. konna sagt:

    Dieses Statement unterschreibe ich ohne Einwand. Ich konnte nie beschreiben, wieso ich die nicht mag, jetzt kann ichs, danke! :)

  9. Paul sagt:

    Oder aber du kennst die falschen Bands ;) Denn Pauschalisierungen sind doch grad in der Musik eigentlich tabu.

    Btw hab ich festgestellt, würd ich gern zu Wacken 2008, hab aber das Geld nicht-.-

  10. absinthschaf sagt:

    Ich kenne genügend Indiebands, um mit denen nichts anfangen zu können. Für mich ist das einfach nur der nächste Trend nach ‘Britpop’ der in zwe Jahren niemanden mehr interessiert weil es einfach zuviele Bands gibt, man sich an denen satt hört und große Fortschritte nicht zu erwarten sind.
    Und von Musikpauschalisierung spricht ja der richtige, nech? Du weißt was ich meine ;)

    Ich bin dabei, sobald ich eine Kredidkarte finde.

  11. Paul sagt:

    Ich weiß nun nicht, was du meinst^^
    Sicherlich gibts viele Bands, die gleich klingen. Gar keine Frage, das ist doch besonders bei den hochgelobten und vielgehörten Stilrichtungen so.

    Aber trotzdem gibts auch einfallsreiche Indiebands. Gutes Beispiel dafür ist Maximo Park, die find ich gut.

    @Kreditkarte: Dann lädste mich ein, ja?^^

  12. absinthschaf sagt:

    Nein? Weißt du nicht? Stichwort ‘Dark side of the moon’? Tztztztz.

    Na wie soll man sich dann da entscheiden, wenn alle gleich klingen. Ich habe in letzer Zeit so viel verwechselt und man verbesserte mich immer „Ne… das ist jetzzt aber von ‘Maximo Park’, das hört man doch!“ Ich hör da nichts. Aber da ich mich derzeit mal wieder an den Foo Fighters erfreue soll mir das Radio Einerlei eh egal sein.

    Ja, klar. Natürlich lade ich dich ein….. dann, wenn vier bestimmte Engländer wieder gemeinsam im Studio stehen.

  13. Paul sagt:

    Ach das meinst du. Jaa, aber ich habs gehört :)

    Foo Fighters sind auch klasse, mein Lieblingslied von denen ist „Times like these“.

  14. konna sagt:

    Saltatio Mortis kommen, ich MUSS dahin! Um jeden Preis! :|

  15. absinthschaf sagt:

    Iron Maiden… ich will eine Riesenaufblasbare Eddy-Puppe sehen. Ich will, ich will, ich will. Und ich werde!

  16. Paul sagt:

    Jaja, schwärmt nur-.- Aber 2009 bin ich auch dabei… Vermutlich spielen dann keine Bands, die ich kenne, aber hey, dabei sein ist alles :D

  17. absinthschaf sagt:

    Ganz ehrlich? Ich frag mich gerade was du in Wacken willst. Seid wann hörst du genug Metal, um damit einen vermutlichen Eintrittspres von 130€ zu rechtfertigen?

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