Archiv für Oktober 2007

Kunstgefummel

Oktober 23, 2007

Photoshop ist eine schöne Sache. Vor allem, wenn sich die Ebeneneinstellungen zum Positionieren verändern oder im Textfeld der Absatz irgendwo landet. Nur nicht unter dem letzen Satz. Irgendwann steige ich wirklich noch mal auf GIMP um. Und wenn es nur ist um auch mal ein anderes Programm zu verstehen. Das schadet ja nun eh schon mal nicht. Aber bis jetzt bin ich einfach noch dahinter gestiegen und bleibe aus Bequemlichkeit bei Photoshop.

(mehr…)

Durchgehört – Dave Gahans Sanduhr

Oktober 23, 2007

Es gibt Dinge in der Musikwelt, die ändern sich einfach nie:
Kurzhaarige Metaler sind untrve.
Bob Dylan ist unantastbar.
Pink Floyd hätten ohne Syd Barrett niemals weiter machen dürfen.
Bono plus 3 Studiomusiker = U2.
Und, das zweite Album ist grundsätzlich schlechter als das Debüt.

In diesem Falle nennt sich die Debutplatte „Paper Monsters“ und erschien 2003. 10 Tracks, meist rockig, oft nach Blues klingend. Vor allem aber, viel zu viele ruhige Stücke und die Erkenntnis: Der Martin schreibt aber die wesentlich ansprechenderen Texte. „Paper Monsters“ war solides Handwerk, aber kein Meilenstein. Oder, anders formuliert, ausbaufähig. Umso überraschender dann die erste Depeche Mode Single, die nicht von Gore geschrieben wurde, „Suffer Well“. Na also, es geht doch.

Obwohl, so ganz allein ist Dave Gahan bei „Hourglass“ doch nicht tätig gewesen. Das Lob muss er sich mit Christian Eigner und Andrew Phillpott teilen. Anders als beim Vorgänger wird gar nicht erst versucht, sämtliche Depeche Mode Bezüge außer Acht zu lassen. Soloalbum Nummer 2 ist elektronischer, experimenteller und abwechslungsreicher.
Mit „Saw Something“, „Miracles“ und „Insoluble“ halten sich dir ruhigen Stücke wohltuend zurück. Wirkliche Stärken allerdings offenbaren sich mit „A little lie“ und „Down“. Beide Lieder hätten sich ebenso auf der letzen Depeche Mode Platte wiederfinden können. Es wird also spannend bei der Platzvergabe des nächsten Albums, denn mit drei Titel wird sich Gahan dann sicher nicht zufrieden geben.

Was ich vermisse, Übergänge zwischen den einzelnen Tracks wie bei „I want it all“ und „Nothing’s impossible“. Ich mag Übergänge. Auf dem MP3-Player wirken sie zwar aufgrund der Unterbrechung nicht. Aber auf LP und CD, ein Geschenk für die Ohren.

3 von 5 Punkten.

(mehr…)

Und ich dachte, ich hätte noch Geschirr.

Oktober 22, 2007

Als ich am Sonntag nach fluchtartiger Abreise und knapp 1 1/2 Wochen wieder meine Wohnung betrat war eines klar: Die Küche wird ignoriert. Der Raum zwischen Flur und Dusche wurde von mir instinktiv zur Gefahrenzone erklärt. Immerhin, dieser Schritt sorgte dafür, dass ich die Nacht auf Montag halbwegs überstand und mein einziges Problem darin bestand, den Inhalt meines Wäschekorbes vorzusortieren. Soweit der Sonntag. Am Montag allerdings hieß es Konfrontationskurs. Frau will ja nicht hungrig und ohne Kaffee ins Büro schleichen. Eine völlig inakzeptable Situation. Tür auf, Kühlschrank anvisiert, Margarine und Marmelade gegriffen, Messer und Brot eingesammelt. Das klappte besser als gedacht. Selbst der Kaffee konnte ohne Probleme aufgesetzt werden. Was dann aber folgte war kam dem Schreck nahe den man verspürt, wenn man nichtsahnend bei Viva reinschaltet und auf Gülcan trifft – ohne sauberen Becher kein Kaffee. Verzweifelte Blicke, genervtes Gesuche und die ernüchternde Feststellung, dass ich den Mount Everest an spülbereitem Geschirr nicht mehr zu verdrängen vermochte. Eine halbwegs akzeptable Tasse wurde entnommen, liebevoll von Hand gespült, die dafür entstandene Wasserverschwendung als Kolalateralschaden abgetan. Al Gore wird mir deswegen schon keinen Vortrag galten, immerhin beruhigte ich mein Gewissen beim Verlassen der Wohnung durch pflichtbewusste Mülltrennung.  

(mehr…)

Kuttners Darling

Oktober 17, 2007

Heute Mal „was modernes“. Ja, sehr her, ich kenne Musik die in diesem Jahrtausend entstanden ist. Unglaublich, was? Hättet ihr jetzt sicher nicht vermutet. Aber, es ist wahr und heute möchte ich euch folgenden Titel ans Herz legen: Moneybrother – They’re building walls around us. Ja, ist gut. Sicher, olle Kamelle, aber hey, ich hab ja auch das neue Album von Moneybrother ja immer noch nicht. Von daher gibt es einen Titel aus dem wunderbaren Album „To die alone“.

Der Liebling der ehemaligen Viva-Moderatorin und jetziger Bela B-Ex-Freundin tanzt sich beschwingt durch ein Gute-Laune Lied der ersten Klasse. Ein Titel zum ‘morgens wach werden’ oder ’sich einfach mal richtig toll fühlen’. Pop aus dem Norden wie er Spaß machen soll. Aufbruchsstimmung im Opener eines Albums, das sich immer wieder der Verflossenen widmet.
Doch bis zur Melancholie wird erst einmal durchgetanzt! Der ollen Jo kann hinterher immer noch nachgeheult werden.

Neues Konzept

Oktober 16, 2007

Aufgewacht und nachgedacht. Naja, nicht direkt. Da endlich wieder mein DVD-Player angeschlossen ist und arbeitet gab es nach dem Frühstücken erst einmal eine halbe Stunde Mikrofonständerfi**en in Paris. Dann wurde nachgedacht – über ein neues Blogkonzept. Hier die Ergebnisse der umnebelten Gedanken.

1) Keine Einzeiler. Texte unter einer halben Word Seite kommen mir nicht mehr unter die Finger, es sei denn, bei begründeten Ausnahmen. Ich lese halt gerne und viel, das wirkt sich auch aufs Schreiben aus.

2) Es wird mehr in Richtung Kolumnen gehen. Zu was auch immer.

3) Beiträge lassen sich demnach in zwei Kategorien einteilen: Kolumnen und Musik.

4) Ausnahmen werden gnädig zugelassen.

5) Manche Musik DVDs sind echt komisch.

Only when I loose myself …

Oktober 13, 2007

Musik ist wetterbedingt. Schon mal versucht bestimmte Stücke am Tag zu hören um dann festzustellen, dass es so nicht geht? Ähnlich ist es bei den Stücken von Depeche Mode. Nur ganz wenig der Britten lässt sich bei Sonnenschein und 30°C im Schatten ertragen. Zu den ‘Bitte höre mich erst ab 22:00 Uhr und wenn du im Bett liegst’ Lieder gehört eindeutog „Only when I loose myself“, dass als einziges neues Lied eine belanglose Singleskollektion schmücken durfte. Aber was für ein Schmuckstück.
Eines der wenigen Liebeslieder, die sich immer wieder auf meinen MP3-Player schleichen. Der Text, eher einfach, aber gerade deswegen so wirkungsvoll. Die Musik, lupenrein. Die Stimme, Sexappeal pur. Das Video….. merkwürdig. Nicht von Anton Corbijn. Die visuelle Umsetzung wird dem Stück einfach nicht gerecht. Beides passt nicht zusammen.

Also Boxen an, Monitor aus. Und das Licht gleich dazu.
Video

Das Absinthschaf fragt sich, was ein Blog bedeutet.

Oktober 13, 2007

Ein Blog ist etwas für pubertierende, picklige, männliche Teenager mit sozialen Problemen wie Bindungsängsten, Minderwertigkeitskomplexen und einem unzufriedenstellendes Sexualleben. Mein liebstes Klischee über Blogger.
Nun, ich bin weiblich, laut Gesetz kein Teenager mehr. Und das picklig hat sich dank Clearasil auch erledigt. Was das Sexualleben betrifft… okay, den Punkt streite ich nicht ab. Aber sonst? Ich entspreche nicht meinem eigenem Klischee, was also mache ich hier?  Wozu das Ganze? Und überhaupt, warum gibt es keine blauen Gummibärchen?

Wer in den letzen Wochen / Monaten hier war hat eines bemerkt: Nichts. Nichts neues. Gar nichts. Ich wusste nicht, was ich schreiben soll. Lese ich mir ein Buch durch, nur weil es ein Buch ist? Nein! Schreibe ich nur um des Schreins willens? Nein! Ergo: Nichts. Ich halte meine eigene Meinung nur dann für wichtig, wenn ich mich damit über andere stellen kann. Wenn ich mir damit überlegen vorkomme. Zumindest ist es in der Schule so und wenn ich mit Leuten zusammen bin, die in meinen Augen absolut entbehrlich für die Gesellschaft sind. Doch reden und schreiben sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Soll ich endlich mein Projekt anfangen und jede einzelne Depeche Mode CD genauer vorstellen? Wer kann damit überhaupt etwas anfangen? Wen interessiert das?

Mal ganz ehrlich, 90% Aller Blogs haben keinen Informationsgehalt und sind reine Selbstdarstellung. Ein Nachteil dieser dämlichen Web2-Hysterie. Nur, weil jeder etwas dazu beitragen kann, muss das noch lange nicht sinnvoll sein. StudiVZ, Myblog, YouTube, who cares? Die Welt war vorher auch nicht schlechter. Da sitz ich nun, ich armer Tor und habe keine Ahnung was und wieso und warum. Ein Privatleben habe ich nicht, ich bin ja fast täglich bis 20:00 im Büro. Und am Wochenende lese ich die Buddenbrooks. Also kann ich dazu auch nichts verfassen. Gedanken zu Thema YX? Vielleicht, aber das macht mir keinen Spaß. Ich diskutiere lieber. Die verbale Kommunikation ziehe ich bei politischen und musikalischen Themen dem geschriebenem Wort vor.

Ich glaube, das einzige was derzeit neu ist, ist mein Plan mir mal endlich einen Termin im Tattoo-Studio zu holen. Wenn man seid Jahren über ein Motiv nachdenkt und es immer noch gut findet sollte es auch mal verewigt werden. Zudem bin ich der Meinung, dass U2 seid „All that you can leave behind“ in ihrer Leistung sich nicht weiter entwickelt haben. Und Dave Gahan? Der ist ne geile Sau, ebenso wie Harrison Ford.

Ach, ich geh meine Absinthflasche leeren. Zumindest das ist produktiv.