Januar 21, 2008 von absinthschaf
Oder eher, der Blog.
Nein, so richtig zufrieden war ich hiermit nie. Ich fand das was ich schrieb meist belanglos, eben 08/15. Von daher habe ich mich umorientiert und bin auf myblog.de gelandet. Dort existiert / befindet sich im Aufbau – ein neuer Blog. Thematisch streng sortiert nach „Musik“, was sonst?
Sobald ich dort die Texte noch einmal durchgelesen habe werde ich die URL hier rein stellen. Bis jetzt sind das erst 2 Artikel, aber immerhin, in Gedanken gibt es da schon neue Überschriften ala „1997 – Das Jahr in dem der Britpop starb“, „Warum Punk wirklich tot ist“ oder „Musiker und Charity – Wie geht das?“. Natürlich auf die bekannte ironische Schreibweise, halt mein persönlicher pseudo Rolling Stone.
Ergo: Nie wieder wordpress! Auf zu neuen Ufern, auf zu neuen Inhalten. Auf zu dem, was mir wirklich Spaß macht. Und wer mag, der darf dann gern mal vorbei schauen
Sonja
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Dezember 14, 2007 von absinthschaf
Der musikalische Jahresrückblick
2007 war musikalisch irgendwie so wie 2006. Nur schlimmer. Zumindest wenn man keinen gescheiten Radiosender empfing oder sich nicht auf Insidertips verlassen konnte / wollte. Denn dann sass man da, im Jammertal des Indierocks, des Emopops und verpasste unter anderem die Rückkehr der Elektronik in die Rockmusik, den Triumph von Damon Albarn oder gar das Voranschreiten des New Raves. Ja, 2007 liess es sich verdammt gut Musik hören, wenn man denn nur wollte.
Beginnen wir also mit dem Schund, den Kajalrockern, den Emos. Pubertierende Jammerlappen mit Pickeln, schlechtem Kajalstrich und uninspirierten Texten. Die Welt ist grausam zu uns sensiblen Individualisten, sie ist böse, gemein und ach so ungerecht.
Ich sage: Ja und? Wen zum Geier interessiert dieser Schrott? Gejammert wurde immer schon, hat aber nie etwas verändert. Geschminkte Männer sahen bei Kiss oder Rocy Music besser aus und Instrumente beherrscht eh fast jeder besser. Austauschbare Stimmen und Texte als Soundtrack für eine Generation, die sich ihre Persönlichkeit bei H&M zusammen kauft. Weltverweigerung als Jugendkultur? Hab es schon mal, aber Punk ist nicht zu Unrecht tot. Warten wir also nach Grunge und Britpop auf die nächste wirkliche Jugendbewegung, die auch nachhaltig beeindruckt. An dieser Stelle muss gesagt werden, Techno ist keine Bewegung, sondern geistige Verwirrung.
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November 9, 2007 von absinthschaf
Das Absinthschaf hat sich etwas vorgenommen.
EMAs… ja ja, der alljährliche Spaß, der früher mal amüsant war, jetzt aber nur noch als sich dauerwiederholendes Füllmaterial taugt. Dazu will ich mal lieber nicht viel sagen. Obwohl, da gab es doch diese eine Band. Aus Deutschland. Die vier da auf der Bühne, im Regen. Jetzt mal ganz ehrlich, so schlecht war der Tokio Hotel Auftritt doch gar nicht. Wenn man bedenkt, seid wann diese Band durch die Medien hüpft, schon annehmbar.
Was mich zu der Frage bringt: Warum mag ich Tokio Hotel nicht?
Fassen wir zusammen. Ich kenne gerade einmal eine handvoll Singles. Die dazugehörigen Fangirls gehen mir auf die Nerven, sie strapazieren in jeder Sendung meine Geduld. Die Sprüche der beiden Zwillinge sind pubertär, peinlich, primitiv. Ebene ein wunderbares Abziehbild derer, die mir morgens in der U-Bahn begegnen.
Aber damit ist jetzt Schluss. Aus und vorbei mit dem medialen Lemmingzug. Dem Nachwuchs eine Chance. Ich nehme mir hiermit ernsthaft vor, mir mal die CDs des Quartetts anzuhören. Wohl auf Englisch. Ich meine, wer macht das sonst? Diejenigen, die immer gegen einen Musiker oder gegen eine Band sind kennen doch meist nur das, was im Radio gespielt wird. Ich bin ein Albenmensch. Singles sind vorhersehbar, aber die anderen Stücke sind Überraschungen. Und, wichtig, man sollte Tokio Hotel wohlwollend betrachten. Immerhin waren wir alle mal in einer Phase, in der wir schreckliches gehört haben. Ich sach nur: Caught in the act.
Von daher, demnächst starte das Experiment „Eine Unterkunft in Japan“. Mal sehen, was dabei raus kommt. Im schlechtesten falle einfach nur Musik, die mir nicht gefällt.
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November 5, 2007 von absinthschaf
16 reguläre Lieder, eine EP und ein angeblicher Hiddentrack, alles angeliefert in einer geruchsneutralen Pizzaschachtel. Was bei anderen Bands als teures Diggypack durchgeht ist den Ärzten als Standartversion von „Jazz ist anders“ gerade gut genug. Auch die Freunde der Sportart „Kopierschutzumgehen“ kommen wieder einmal zu kurz.
Diesmal, so hieß es im Vorfeld, sei die Studioarbeit leichter gefallen, es wurde miteinander geredet und nicht nur miteinander musiziert. Es habe wieder Spaß gemacht. Ob man rückblickend „Geräusch“ aufgrund einer damals drohenden Trennung neu bewerten muss sei mal dahin gestellt. Aber da fragt man sich doch lieber, ob man es der Neuen anhört, dass sie ein Kind der allgemeinen Gruppenahrmonie ist. Immerhin, beste Vorraussetzungen für eine hervorragende CD. Also, rein mit der CD in die Anlage und schon mal alle Regler nach rechts gedreht.
Nur, dass der Opener keinerlei Einstimmung bietet. „Himmelblau“ plätschert als harmloser Popsong vor sich hin und hätte auch wunderbar auf der letzen Urlaub LP stehen können. Irgendwo, so in der Mitte. Für eine Einstimmung auf ein DÄ-Album allerdings nicht mitreißend genug. Dem Text hätte eine schnellere Untermalung gut getan. Beschwingter geht es mit Belas „Lied vom Scheitern“ weiter und gehört zu den Stücken, die einem, dank der Melodie, auch gerne mal als spontane Ohrwürmer hängen bleiben. Textlich ist allerdings, was ich gerne bei den Ärzten anmerke, viel zu viel vorhersehbar. Es folgt Rods Milieuzeichnung „Breit“. Ja, doch. Ist ein Lied für all diejenigen die beim Berliner Trio an „Party- und Sauflieder“ denken. Mitgröhlgarantie für die Tour, denn zum ersten Mal passen hier Text und Musik zueinander.
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Oktober 23, 2007 von absinthschaf
Photoshop ist eine schöne Sache. Vor allem, wenn sich die Ebeneneinstellungen zum Positionieren verändern oder im Textfeld der Absatz irgendwo landet. Nur nicht unter dem letzen Satz. Irgendwann steige ich wirklich noch mal auf GIMP um. Und wenn es nur ist um auch mal ein anderes Programm zu verstehen. Das schadet ja nun eh schon mal nicht. Aber bis jetzt bin ich einfach noch dahinter gestiegen und bleibe aus Bequemlichkeit bei Photoshop.
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Oktober 23, 2007 von absinthschaf
Es gibt Dinge in der Musikwelt, die ändern sich einfach nie:
Kurzhaarige Metaler sind untrve.
Bob Dylan ist unantastbar.
Pink Floyd hätten ohne Syd Barrett niemals weiter machen dürfen.
Bono plus 3 Studiomusiker = U2.
Und, das zweite Album ist grundsätzlich schlechter als das Debüt.
In diesem Falle nennt sich die Debutplatte „Paper Monsters“ und erschien 2003. 10 Tracks, meist rockig, oft nach Blues klingend. Vor allem aber, viel zu viele ruhige Stücke und die Erkenntnis: Der Martin schreibt aber die wesentlich ansprechenderen Texte. „Paper Monsters“ war solides Handwerk, aber kein Meilenstein. Oder, anders formuliert, ausbaufähig. Umso überraschender dann die erste Depeche Mode Single, die nicht von Gore geschrieben wurde, „Suffer Well“. Na also, es geht doch.
Obwohl, so ganz allein ist Dave Gahan bei „Hourglass“ doch nicht tätig gewesen. Das Lob muss er sich mit Christian Eigner und Andrew Phillpott teilen. Anders als beim Vorgänger wird gar nicht erst versucht, sämtliche Depeche Mode Bezüge außer Acht zu lassen. Soloalbum Nummer 2 ist elektronischer, experimenteller und abwechslungsreicher.
Mit „Saw Something“, „Miracles“ und „Insoluble“ halten sich dir ruhigen Stücke wohltuend zurück. Wirkliche Stärken allerdings offenbaren sich mit „A little lie“ und „Down“. Beide Lieder hätten sich ebenso auf der letzen Depeche Mode Platte wiederfinden können. Es wird also spannend bei der Platzvergabe des nächsten Albums, denn mit drei Titel wird sich Gahan dann sicher nicht zufrieden geben.
Was ich vermisse, Übergänge zwischen den einzelnen Tracks wie bei „I want it all“ und „Nothing’s impossible“. Ich mag Übergänge. Auf dem MP3-Player wirken sie zwar aufgrund der Unterbrechung nicht. Aber auf LP und CD, ein Geschenk für die Ohren.
3 von 5 Punkten.
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Oktober 22, 2007 von absinthschaf
Als ich am Sonntag nach fluchtartiger Abreise und knapp 1 1/2 Wochen wieder meine Wohnung betrat war eines klar: Die Küche wird ignoriert. Der Raum zwischen Flur und Dusche wurde von mir instinktiv zur Gefahrenzone erklärt. Immerhin, dieser Schritt sorgte dafür, dass ich die Nacht auf Montag halbwegs überstand und mein einziges Problem darin bestand, den Inhalt meines Wäschekorbes vorzusortieren. Soweit der Sonntag. Am Montag allerdings hieß es Konfrontationskurs. Frau will ja nicht hungrig und ohne Kaffee ins Büro schleichen. Eine völlig inakzeptable Situation. Tür auf, Kühlschrank anvisiert, Margarine und Marmelade gegriffen, Messer und Brot eingesammelt. Das klappte besser als gedacht. Selbst der Kaffee konnte ohne Probleme aufgesetzt werden. Was dann aber folgte war kam dem Schreck nahe den man verspürt, wenn man nichtsahnend bei Viva reinschaltet und auf Gülcan trifft – ohne sauberen Becher kein Kaffee. Verzweifelte Blicke, genervtes Gesuche und die ernüchternde Feststellung, dass ich den Mount Everest an spülbereitem Geschirr nicht mehr zu verdrängen vermochte. Eine halbwegs akzeptable Tasse wurde entnommen, liebevoll von Hand gespült, die dafür entstandene Wasserverschwendung als Kolalateralschaden abgetan. Al Gore wird mir deswegen schon keinen Vortrag galten, immerhin beruhigte ich mein Gewissen beim Verlassen der Wohnung durch pflichtbewusste Mülltrennung.
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Oktober 17, 2007 von absinthschaf
Heute Mal „was modernes“. Ja, sehr her, ich kenne Musik die in diesem Jahrtausend entstanden ist. Unglaublich, was? Hättet ihr jetzt sicher nicht vermutet. Aber, es ist wahr und heute möchte ich euch folgenden Titel ans Herz legen: Moneybrother – They’re building walls around us. Ja, ist gut. Sicher, olle Kamelle, aber hey, ich hab ja auch das neue Album von Moneybrother ja immer noch nicht. Von daher gibt es einen Titel aus dem wunderbaren Album „To die alone“.
Der Liebling der ehemaligen Viva-Moderatorin und jetziger Bela B-Ex-Freundin tanzt sich beschwingt durch ein Gute-Laune Lied der ersten Klasse. Ein Titel zum ‘morgens wach werden’ oder ’sich einfach mal richtig toll fühlen’. Pop aus dem Norden wie er Spaß machen soll. Aufbruchsstimmung im Opener eines Albums, das sich immer wieder der Verflossenen widmet.
Doch bis zur Melancholie wird erst einmal durchgetanzt! Der ollen Jo kann hinterher immer noch nachgeheult werden.
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Oktober 16, 2007 von absinthschaf
Aufgewacht und nachgedacht. Naja, nicht direkt. Da endlich wieder mein DVD-Player angeschlossen ist und arbeitet gab es nach dem Frühstücken erst einmal eine halbe Stunde Mikrofonständerfi**en in Paris. Dann wurde nachgedacht – über ein neues Blogkonzept. Hier die Ergebnisse der umnebelten Gedanken.
1) Keine Einzeiler. Texte unter einer halben Word Seite kommen mir nicht mehr unter die Finger, es sei denn, bei begründeten Ausnahmen. Ich lese halt gerne und viel, das wirkt sich auch aufs Schreiben aus.
2) Es wird mehr in Richtung Kolumnen gehen. Zu was auch immer.
3) Beiträge lassen sich demnach in zwei Kategorien einteilen: Kolumnen und Musik.
4) Ausnahmen werden gnädig zugelassen.
5) Manche Musik DVDs sind echt komisch.
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Oktober 13, 2007 von absinthschaf
Musik ist wetterbedingt. Schon mal versucht bestimmte Stücke am Tag zu hören um dann festzustellen, dass es so nicht geht? Ähnlich ist es bei den Stücken von Depeche Mode. Nur ganz wenig der Britten lässt sich bei Sonnenschein und 30°C im Schatten ertragen. Zu den ‘Bitte höre mich erst ab 22:00 Uhr und wenn du im Bett liegst’ Lieder gehört eindeutog „Only when I loose myself“, dass als einziges neues Lied eine belanglose Singleskollektion schmücken durfte. Aber was für ein Schmuckstück.
Eines der wenigen Liebeslieder, die sich immer wieder auf meinen MP3-Player schleichen. Der Text, eher einfach, aber gerade deswegen so wirkungsvoll. Die Musik, lupenrein. Die Stimme, Sexappeal pur. Das Video….. merkwürdig. Nicht von Anton Corbijn. Die visuelle Umsetzung wird dem Stück einfach nicht gerecht. Beides passt nicht zusammen.
Also Boxen an, Monitor aus. Und das Licht gleich dazu.
Video
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